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FAQ zum Impfen

Corona ▼
Inhaltsverzeichnis

Technisches: wann und wo sind die nächsten Impfungen gegen Corona? - welchen Impfstoff bekomme ich? - was muß ich zur Impfung mitbringen? - Wie funktioniert das mit dem digitalen Impfpaß auf dem Handy? - QR-Code? - Immunkarte?
  
rund ums Impfen: Impfreaktionen? – Erbgut und Impfung? – Sport nach der Impfung? -  Impfung in der Schwangerschaft? -  Maske tragen auch nach Impfung? - 3. Impfung?

  
Details, auch interessant: Impfbuch für alle? - mRNA-Impfstoff? -  Mutationen? -  Impf-update? - Krankheit trotz Impfung? - warum hat der Impfstoff der Tübinger Firma CureVac versagt? - Kurze Geschichte der mRNA-Impfstoffe - Was die Namen bedeuten
  
und sonst noch: AHA-Regeln? - Haftung bei Impfschäden?


  



    Technisches

    • wann und wo finden die nächsten Impfungen statt?
    Die Ärztegemeinschaft "Impfen in Sindelfingen" führt ab sofort TÄGLICH Impfungen in Sindelfingen durch.
    Ort: Rathaus Sindelfingen
    Hierbei werden wir SEHR tatkräftig von der Stadt Sindelfingen, der Feuerwehr Sindelfingen und dem DRK Sindelfingen unterstützt.
    Mittlerweile sind wir ein eingespieltes Team geworden

    Je nach Einstellung kann die zugehörige PDF-Datei bei Klick auf den Link im Browser angezeigt oder heruntergeladen werden.
    Wenn nichts passiert, prüfen Sie bitte, ob die Datei heruntergeladen wurde!
    Hilfen zur Browserkonfiguration finden sie hier (Quelle: Adobe) und hier (Quelle: CHIP)



                • Welchen Impfstoff bekomme ich?
                Bisher war das die Information:
                Wir verimpfen ausschließlich den Impfstoff der Firma BioNTech / Pfizer.
                Er heißt Comirnaty. Dieser Name steht dann auch auf dem Aufkleber in Ihrem Impfpaß.

                Das stimmt so ab jetzt nicht mehr ganz: Bei dem derzeitigen, so noch nie dagewesenen, aber leider verspäteten Impfansturm ist  der in 90% der Fälle verordnete BioNTech-Impfstoff rar geworden, während andere gelagerte Impfstoffe vor dem Verfallsdatum stehen.
                Daher wird seit wenigen Tagen der BioNTech-Impfstoff rationiert.
                Wer jetzt Bedenken hat, sollte sich diese Seite durchsehen: https://www.gelbe-liste.de/nachrichten/delta-spikevax-comirnaty

                Lösung: Wir werden auf den für Sie nur in Mini-Details anderen Impfstoff "Spikevax" der Firma Moderna ausweichen. Und zwar sollen nach einer StIKo-Empfehlung die über 30jährigen ab jetzt Spikevax geimpft bekommen. Die Jüngeren bekommen weiterhin ausschließlich den BioNTech-Impfstoff.
                Grund: Bei Ü30-Personen kommt die sehr seltene Impfreaktion "Myokarditis" bei beiden Impfstoffen fast gleich oft vor, während bei jüngeren Personen die gemeldeten Häufigkeiten so lagen:
                BioNTech-Impfstoff 0,0048% (Männer) und 0,001% (Frauen), Moderna-Impfstoff 0,0114 % (Männer) und 0,003 % (Frauen), also: sehr selten, aber bei BioNTech-Impfstoff eben noch seltener in dieser Altersgruppe.
                (Quelle: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/myokarditis-bei-spikevax-haeufiger-als-bei-comirnaty-129087/ )

                Nebenbei: Haben Sie sich JEMALS gefragt, was die Unterschiede Ihrer verschiedenen Tetanus- oder Grippeimpfstoffe sind? Warum sind Unterschiede bei den Corona-Impfstoffen jetzt auf einmal so wichtig?
                Sollte man mal darüber nachdenken.


                • nach welcher Zeit soll die 2. Impfung erfolgen?
                Bei dem BioNTech-Impfstoff "Comirnaty" soll die 2. Impfung frühestens nach 3 Wochen erfolgen, beim Moderna-Impfstoff "Spikevax" sind es mindestens 4 Wochen-


                • nach welcher Zeit kann eine 3. Impfung (Booster) gemacht werden?
                aktuelle StiKo-Empfehlung (07.10.21):
                frühestens 6 Monate nach der 2. Impfung, Zielpersonen: 70+, Mitarbeiter im Gesundheitswesen mit Kontakten zu Kranken.

                Wir machen das anders: Die Erkrankungszahlen steigen aktuell.
                heute, 08.11.21, wird mit 201,1 die höchste Inzidenz seit Beginn der Pandemie gemeldet!
                Dann sollten Sie auch jetzt geschützt werden, auch wenn die 2. Impfung noch keine 6 Monate her ist!
                Außerdem haben wir zur Zeit keinen Mangel an Impfstoffen

                Deshalb ist unser Vorgehen:
                frühestens 3 Monate nach der 2. Impfung, Zielpersonen: hauptsächlich Ältere, aber wer sich durch eine Impfung sicherer fühlt, bekommt auch seine 3.


                • kann ich vor der Impfung / nach der Impfung normal essen / trinken / rauchen /Alkohol trinken?
                ja, das ist alles möglich. Alkohol und Rauchen natürlich nur in Maßen


                • neu, da nachgefragt: Wie steht es mit Sex nach der Impfung?
                kein Problem, wenn Ihr Sex nicht in anstrengenden Sport ausartet :-o


                • muß ich nach der Impfung sonst noch etwas beachten? Wie lange kein Sport?
                schonen Sie sich körperlich, besonders, wenn Sie Impfreaktionen verspüren. Sport, auch Fitness-Studio, 2 Tage lang pausieren.
                Sollten Sie beruflich körperlich schwer arbeiten müssen, dann ggf. vom Hausarzt krank schreiben lassen.


                • was soll ich zur Impfung mitbringen?
                1. Personalausweis,
                2. gelben Impfpaß, falls vorhanden.
                3. bei Genesung: Bescheid über positiven PCR-Test bzw. Quarantäneanordnung
                4. Zeit (wenn die Warteschlange lang ist)


                • Wo gibt es Aufklärung über die Impfung? Wo muß ich zur Impfung einwilligen?
                Hier auf der Seite des RKI können Sie das Formblatt "Anamnese und Einwilligung" (PDF) herunterladen. Und hier gibt es auch das Formular "Aufklärungsmerkblatt" (PDF). Bedes dann bitte ausgefüllt zur Impfung         mitbringen.
                Bei Folgeimpfungen fällt das "Aufklärungsmerkblatt" weg.

                • ich habe keinen Impfpaß. Was soll ich machen?
                Wir werden Ihnen ein vorläufiges Impfdokument ausstellen. Für die 2. Impfung sollten Sie dann bitte einen gelben Impfpaß mitbringen, erhältlich in Arztpraxen, Apotheken und im Internet.


                • digitaler Impfpaß (QR-Code)
                Nach der 2. Impfung mit dem Ihrem Impfpaß und einem gültigen Personalausweis in die Apotheke gehen. Dort wird dann aus den vorhandenen Daten ein digitaler Impfpaß auf einem Blatt Papier, sogenannte QR-Codes erstellt, jeweils einer für jede Impfung. Mit einer geeigneten App können Sie diese Codes fotografieren. 14 Tage nach der 2. Impfung bestätigt die App, daß Sie vollständig geimpft sind.


                • Ich habe kein Smartphone. Was nützt mir der QR-Code?
                In der Apotheke Bescheid geben, daß Sie das Ergebnis auf einer "Immunkarte" haben wollen. Die nehmen Sie auf Reisen mit und brauchen dann den Impfpaß nicht.
                Sie kostet nach meinen Informationen unter 10 €.


                • Impfpaß nach der Impfung selbst überprüfen:.
                Leider ist es schon passiert, daß bei großem Betrieb einmal ein Stempel oder eine Unterschrift vergessen wurde, deshalb:
                Wenn Sie Ihren Impfpaß erhalten, dann prüfen Sie bitte gleich, ob alles Notwendige drinsteht:
                Datum, Impfstoffname und Chargen-Nummer, Stempel, Unterschrift -- s. auch Bild nebenan.



                • Muss ich nach der Impfung noch bleiben, wenn ja wie lange?
                Ja, in einem gesonderten Wartebereich bleiben Sie nach der Impfung zur Sicherheit noch 15 bis 30 Minuten unter medizinischer Beobachtung. Planen Sie also entsprechend Zeit beim Impftermin ein.
                Im seltenen Fall einer allergischen Reaktion auf einen Impfstoff kann diese direkt vor Ort behandelt werden.

                  Rund ums impfen


                  • 2 Tage kein Sport nach Impfung
                  Nach der Impfung konzentriert sich der Körper auf die neue Aufgabe, nach dem geimpften Bauplan vorzugehen. Wird er in dieser Zeit gestört, z.B. durch vermehrte körperliche Leistung (Sport), kann er empfindlich reagieren und den Körper mit Fieber und Grippegefühl für ein paar Tage lahmlegen.


                    • Was sind Impfreaktionen?
                    Während die Reaktionen auf die Impfung üblicherweise unbemerkt bleiben, können sie allerdings auch so stark sein, daß sie Beschwerden verursachen.
                    Lokale Impfreaktion: Schmerzen unterschiedlicher Stärke bis zum Anschwellen und zur Überwärmung des ganzen Armes
                    Allgemeine Impfreaktionen: teilweise heftige Kopfschmerzen, Grippegefühl mit allgemeiner Schwäche, Muskel-, Gelenkschmerzen


                    • was tun bei Impfreaktionen?
                    1. Lokale Impfreaktionen: Schon bei leichten Schmerzen an der Einstichstelle die Stelle intensiv mit Eiswürfeln bestreichen, so daß der Arm auch innen abkühlt. Falls das nicht ausreicht, zusätzlich Ibuprofen einnehmen. Falls das immer noch nicht ausreicht: bitte Hausarzt!
                    2. Allgemeine Impfreaktionen: meist sehr schwach ausgeprägte "Impfgrippe" mit Abgeschlagenheit, Schwäche, es kann sich aber steigern, Fieber, Kopf-, Gliederschmerzen können dazukommen. Fiebersenkende Maßnahmen wie Wadenwickel und fiebersenkende Medikamenten (Paracetamol, Ibuprofen) . Beschwerden die über 2 Tage hinausgehen oder die ständig zunehmen: bitte Hausarzt!


                    • keine Veränderung am eigenen Erbgut durch mRNA-Impfung
                    es ist theoretisch und praktisch nicht möglich, daß sich die geimpften mRNA-Partikel das menschliche Erbgut verändern. Mehr Infos hier.


                    • Wie wird geimpft, wenn man bereits eine SARS-CoV-2 Infektion überstanden hat? ("Genesen")
                    Nach durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion, soll frühestens sechs Monate nach Genesung bzw. Diagnosestellung eine COVID-19-Impfung durchgeführt werden. Hierbei reicht bei immungesunden Personen eine Impfstoffdosis aus, da sich dadurch bereits hohe Werte für Antikörper erzielen lassen, die durch eine zweite Impfstoffdosis nicht weiter gesteigert würden. Ob und wann später eine zweite oder weitere COVID-19-Auffrischimpfungen notwendig ist, lässt sich gegenwärtig noch nicht abschließend sagen. Sie bekommen dann 2 Einträge in Ihren Impfpaß: 1. Zeitpunkt, ab der Sie genesen sind, 2. Dokumentation der aktuellen Impfung. Damit gelten Sie (nach 2 Wochen) als vollständig geimpft.


                    • Schwangere/Stillende und die Covid-Impfung
                    Die Frauenärzte empfehlen die Covid-19-Impfung schwangeren und stillenden Frauen dringend. Grund: Eine Covid-19-Erkrankung  führt bei Schwangeren zu drastisch schwereren Verläufen mit massiv erhöhter Sterblichkeit gegenüber gleichaltrigen nichtschwangeren Frauen. Babys geimpfter stillender Frauen bekommen Covid-19-Antikörper mit der Muttermilch! Weitere Fragen und Antworten dazu finden sie hier.


                    • Was hat es mit der 3. Impfung auf sich?
                    vor allem bei Älteren und bei Immungeschwächten hält das Immungedächtnis nicht lange genug. Angesichts der 4. Welle empfiehlt sich eine Booster-Impfung (Auffrischung), wodurch die Antikörper nachweisbar wieder ansteigen. Auch Menschen, die im Gesundheitsbereich einer erhöhten Ansteckungsgefahr ausgesetzt sind, sollen sich eine Boosterimpfung abholen. Wir geben auch all denen eine 3. Impfung, die sich   dadurch sicherer fühlen. Siehe auch unter "Technisches"


                    • Muss ich nach der Impfung weiter Maske tragen und Abstand halten?
                    Ein optimaler Impfschutz greift circa zwei bis drei Wochen nach der zweiten Impfung – und auch danach sind Sie weiterhin aufgefordert, die AHA+L-Regelungen einzuhalten. Trotz Immunität können Sie das Virus möglicherweise noch übertragen – die Regelungen gelten vorerst also weiterhin, zum Schutz aller.
                    Wichtiger ist allerdings: Ob jemand geimpft ist oder nicht kann man ja nicht von außen erkennen. Als Geimpfter keine Maske zu tragen ist ein Zeichen an viele andere, dann selbst auch keine Maske mehr zu tragen. Und das widerspricht den AHA+L-Regelungen


                    • Videos zu Infektion und Impfung:

                    Martin Moder: österreichischer Molekularbiologe, mehr über ihn auf Wikipedia.
                    Wirkweise und potentielle Risiken der mRNA-Impfstoffe gegen COVID19 ausführliche, leicht verständliche Infos, gut gemacht, witzig.   
                    Die Impfung und die Fruchtbarkeit warum die Impfung die Fruchtbarkeit nicht verändert
                    Werden die Mutanten alles ruinieren? zum Teil sehr ins Detail gehend, aber gut verständlich und hochinteressant.
                    So endet die Pandemie Ein positiver Ausblick in die Zukunft

                    Alica Grindel: Alica Grindel studiert im 6. Fachsemester Bachelor Biochemie und ist  studentische Hilfskraft in der AG RNA- Biochemie bei Prof. Dr. Florian  Heyd. Alica Grindel war schon während der Schulzeit an  chemisch-biologischen Themen mit gesellschaftlicher Relevanz und der  verständlichen Präsentation wissenschaftlicher Inhalte interessiert.   Das Interesse an Wissenschaftskommunikation führte dazu, dass sie als  eine Komponente in ihrem ABV-Praktikum ein allgemeinverständliches Video  zur mRNA-Immunisierung erstellt hat.
                    Wie funktioniert eine mRNA-Impfung?  Sehr ausführlich, geht tief ins Detail, trotzdem sehr gut verständlich.

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                    Details, auch interessant:

                    • ich würde mich gerne fundiert informieren, es soll aber allgemeinverständlich sein.
                    Ja, da gibt es ein hervorragendes Buch, an dem der bekannte Arzt und Moderator Dr. med. Eckart von Hirschhausen mitgewirkt hat: Das Impfbuch für alle (PDF-Datei).
                    (Quelle: www.dasimpfbuch.de, gemeinsam herausgegeben von: Robert-Koch-Institut RKI, Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung BzGA, Bundesministerium für Gesundheit BMG)


                      • was ist ein mRNA-Impfstoff?
                      mRNA überträgt die genetischen Informationen der DNA für den Aufbau von Proteinen (Eiweißen = Aminosäurenketten) in der Zelle. Sie sind der Bauplan für diese Proteine. So kann aus den in der Zelle vorrätigen Aminosäuren Stück um Stück ein neues Protein zusammengesetzt werden. Die mRNA wird in der Zelle gebildet, kann aber auch von außen zugeführt werden. Der Körper bemerkt erst mal keinen Unterschied
                      Frühere Impfstoffe waren nichts anderes als abgeschwächte oder abgetötete Viren der Krankheit, gegen die geimpft wurden (als abgeschwächte Masernviren gegen das Masernvirus). Diese Viren können keine Infektion mehr ausrichten, der Körper erkennt sie aber sehr wohl als fremd und bildet Antikörper dagegen.
                      Ein mRNA-Impfstoff besteht aus mRNA-Anteilen des Virus, gegen das geimpft wird. Genauer: es ist der Bauplan gegen das Spike-Protein, mit dem sich das Virus an den menschlichen Zellen festklammert. Die Zelle MUSS nach der Corona-Impfung diesen Bauplan ausführen und bildet – ein Virusprotein, das Spike-Protein. Folge: Dies Proteine sind jetzt im Körper, aber ohne das restliche Virus. Bald erkennt der Körper an der Struktur dieses Proteins, daß es fremd ist, der Bauplan wurde ihm also offensichtlich „untergeschoben“. Und jetzt bildet er auch Antikörper gegen das Protein, daß dadurch rasch zerstört wird.
                      Wenn jetzt ein echtes Virus kommt, erkennt der Körper es an seinem Spike-Protein und neutralisiert es. Das Virus kann sich jetzt nicht mehr an die Zellen andocken, sondern schlingert ziellos in den Körpersäften umher. Siehe auch das Bild rechts. Ein Klick aufs Bild führt zu einem verständlichen Text und auch zu einem Video.
                      (Bild: Anne Seeger, SCNAT (CC BY 4.0)
                      Voraussichtlich hält dieser Impfschutz aber nicht sehr lange, da Mutationen des Bauplans für das spike-Protein laufend neu entstehen, Stichwort Delta-Variante.Je weiter entwickelt eine Mutation ist, um so weniger kann die zurückliegende Impfung bewirken. Und braucht also erneut eine Impfung. Näheres wird sich aber zeigen und bei den regelmäßigen Nachrichten auch zeitnah verkündet werden.


                      • Geschichte der mRNA-Impfstoffe:
                      Ein Artikel für sehr Detailinteressierte mit erheblichem Tiefang: https://www.spektrum.de/news/der-siegeszug-der-mrna-impfstoffe/1937407


                      • Was die Namen bedeuten:

                      • BioNTech: Eigentlich würde man "Biotech" als Firmennamen erwarten, also ohne das "n". Das großgeschriebene "NT" bedeutet "New Technology", und damit ist schon im Namen angedeutet, womit sich  das Unternehmen beschäftigt.
                      • Comirnaty soll die Worte "Community", "Immunity" und "RNA" verbinden
                      • Moderna (heute "Spikevax"): soll im Namen zeigen, daß es sich um MODifizierte RNA handelt (modifizierte RNA wird von den Körperzellen besser aufgenommen. Und ist übrigens auch im BioNTech-Impfstoff Comirnaty drin).
                      • Spikevax: Spike-Protein - vaccination (= Impfung)
                      • vaccination (=Impfung). Das geht auf die allerersten Impfungen zurück (Ende 18. Jahrhundert). Damals bekämpfte man erfolgreich die Pocken mit einer Flüssigkeit, die direkt aus Kuhpocken heraus entnommen wurde . "Vacca" ist das lateinische Wort für "Kuh".


                      • was bedeuten Mutationen für mich?
                      Wie alle Viren entwickelt sich auch das Coronavirus weiter: Die Baupläne für die Virus-Eiweiße werden ständig abgeändert (= Mutationen). Da bei der mRNA-Impfung der Bauplan für das Corona- Spike-Protein geimpft wird (s. oben "was ist ein mRNA-Impfstoff"), ist nach einer oder vielen Mutationen dieser Bauplan "veraltet". Bisher, so heißt es, wird der Impfstoff von BioNTech aber auch mit den bisher bekannten Mutanten noch fertig. Aber eben nur so, daß schwere Infektionen nach der 2. Impfung kaum vorkommen. Eine 3. Impfung mit dem bisherigen Bauplan soll das Immunsystem stützen, vor allem bei Menschen mit Krankheiten, bei denen das Immunsystem lädiert ist. Bisher hofft man, dies durch eine Impfung mit dem bisherigen Impfstoff hinkriegen zu können.
                      Allerdings könnte der Impfstoff auch versagen, wenn eine Mutation einmal so heftig ist, daß man mit dem alten Bauplan nichts mehr erreichen kann. Er würde ein "update" benötigen, ein Impfstoff mit angepaßtem Bauplan. So ist es bei der jährlichen Grippe- (Influenza-)impfung, wo der Impfstoff jedes Jahr den aktuellen Influenza-Mutanten angepaßt wird. Dazu von der BioNTech-Webseite: https://investors.biontech.de/de/news-releases/news-release-details/pfizer-und-biontech-geben-vor-dem-hintergrund-der-delta-variante
                      Auch wenn Pfizer und BioNTech glauben, dass eine dritte Dosis BNT162b2  es möglich macht, das höchste Level an schützender Wirksamkeit gegenüber  allen bisher getesteten Varianten, einschließlich der Delta-Variante,  zu erhalten, beobachten sie die Situation aufmerksam und entwickeln eine  angepasste Version des Pfizer-BioNTech COVID-19-Impfstoffs. In diesem  verwenden die Unternehmen das vollständige Spike-Protein der  Delta-Variante. Die erste Charge der neuen mRNA für die Studie wurde  bereits in BioNTechs Produktionsstätte in Mainz hergestellt. Die  Unternehmen erwarten, dass die erste Studie im August dieses Jahres,  abhängig von der regulatorischen Zulassung, beginnen kann.
                      Dann könnte eine jährliche Coronaimpfung notwendig werden so wie die Grippe-(Influenza)schutzimpfung.

                      Dazu ein Video: Werden die Mutanten alles ruinieren? zum Teil sehr ins Detail gehend, aber gut verständlich und hochinteressant.


                      • Warum hat der Tübinger CureVac-Impfstoff versagt?
                      wahrscheinlich mehrere Gründe. Am wichtigsten erscheint mir, daß die früher getesteten anderen mRNA-Impfstoffe gegen wesentlich weniger Mutanten antreten mußten. Würde man heute nochmals die zugelassenen mRNA-Impfstoffe auf Wirksamkeit testen, würden die womöglich jetzt auch nicht besser abschneiden.


                      • Warum bekommen manche Menschen trotz Impfung Covid-19 (sogenannter Impfdurchbruch)?
                      Zum einen ist die Immunantwort auf eine Impfung bei manchen Menschen nicht ausreichend. Das führt zu einzelnen Impfdurchbrüchen. Offenbar ist die Erkrankung dann aber in den allermeisten Fällen nicht schwerwiegend. Deshalb wird bei betroffenen Menschen auch eine 3. Impfung empfohlen.
                      Zum anderen kann wegen der Mutationen des Virus (s.o.) die ursprüngliche Impfwirksamkeit nachlassen. Das kann dann zu massenhaften Impfdurchbrüchen führen. Dann müssen die mRNA-Impfstoffhersteller in kurzer Zeit reagieren und einen angepaßten Impfstoff herstellen. Das ist in wenigen Wochen möglich. In dieser Sache hatte ich am 10.08.21 die Fa. BioNTech angeschrieben und folgende Antwort erhalten:
                      ... BioNTech wird neu auftretende SARS-CoV-2-Stämme beobachten und die  Wirksamkeit des Impfstoffs bei Geimpften fortlaufend überprüfen. Es ist  anzunehmen, dass zukünftig weitere Virusvarianten entstehen werden, die  eine Anpassung der Impfstoffe erfordern können. BioNTech geht davon aus,  dass die unternehmenseigene mRNA-Impfstoffplattform schnell an die  neuen Bedürfnisse angepasst werden kann....




                      Und sonst noch:

                      • Was bedeuten AHA-L-Regeln und warum sollen sie helfen?
                      Das Virus kann sich nur über Kontakte der Atemluft zu anderen Menschen   vermehren (Früher genannt Tröpfcheninfektion, heute besser: Aerosolinfektion). Ziel, um sich und andere nicht anzustecken: den Aerosolen anderer ausweichen (Abstand), mit geeigneten Masken wird im Gegensatz zu früheren Aussagen, ein Großteil der Viren weder ein- noch ausgeatmet. Mir regelmäßigem Lüften werden die im Raum nach einer gewissen Zeit angereicherten Aerosole weggeweht. AHA-L steht für Abstand – Hygieneregeln beachten – Alltagsmaske tragen - Lüften
                      Hier steht mehr dazu.
                            
                      Smartphone: Bild AHA-Regeln           Bildquelle: https://www.vdk.de/bawue/pages/vdk-themen/vdk-themen/gastartikel/80557/was_tun_in_zeiten_der_corona-infektion?dscc=ok


                      • Was, wenn ich nach einer ersten Impfdosis positiv getestet werde?
                        Tritt nach Verabreichung der ersten Impfstoffdosis eine labordiagnostisch gesicherte SARS-CoV-2-Infektion auf, sollte nach Ansicht der Ständigen Impfkommission (StIKo) die Verabreichung der zweiten Impfstoffdosis ebenfalls frühestens sechs Monate nach Genesung bzw. Diagnosestellung erwogen werden.Im Impfpaß schreibe ich dann an Stelle eines 1. Impfeintrages das Wort „GENESEN“ mit dem Datum der Bescheinigung.


                      • Wer haftet bei Schäden?
                        Impfkomplikationen sind heutzutage selten, aber nie ganz auszuschließen.
                        Mit dem Zweiten Gesetz zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes wurde in § 60 IfSG klargestellt, dass für alle gesundheitlichen Schäden, die im Zusammenhang mit Schutzimpfungen eingetreten sind, die auf Grundlage der Coronavirus-Impfverordnung seit 27. Dezember 2020 vorgenommen wurden, bundeseinheitlich ein Anspruch auf Entschädigung besteht. Dieser Anspruch besteht unabhängig von den öffentlichen Empfehlungen der Landesbehörden. Hier steht mehr dazu.

                      letzte Aktualisierung: 23.02.2024
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